Orte St. Gallenkirch Sage
Die zwei Hexen im Cavatal
Zwei Frauen, über die man redete, ein Gebäck, das ein Bursche lieber dem Schwein gab – und ein leeres Haus.
Eine Überlieferung, kein historisch belegtes Ereignis.
Im Weiler Cavatal wohnten zwei Frauen, die im Ort als Hexen galten. In die ältere von beiden verliebte sich ein Bursche aus Gortipohl und ging öfter zu ihr.
Einmal sah er, wie sie ein Gebäck zubereitete, und es kam ihm nicht geheuer vor. Er aß es nicht, sondern gab es einem Schwein. Das Tier bekam einen Anfall, rannte zum Haus der Frauen und verendete dort. Danach ließ der Bursche die Sache auf sich beruhen.
Nach dem Tod der beiden stand das Haus leer und diente den jungen Leuten noch eine Weile als Treffpunkt.
Diese Sage ist unangenehmer als die meisten, und das gehört dazu: Als Hexe galt oft, wer allein lebte, alt war und über den geredet wurde. Was hier als Erzählung weitergegeben wurde, hat für wirkliche Frauen im Tal einmal Folgen gehabt.
Schauplatz: St. Gallenkirch. Eine genauere Lage ist nicht belegt.
Quellen
- Hauptquelle Christian Hauser: Sagen aus dem Paznaun und dessen Nachbarschaft
- sagen.at – Sagen aus Montavon (Titelverzeichnis)
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