Orte St. Gallenkirch Sage
Die schöne Magd
Ein Zapfen im Astloch machte aus einem Doggi eine Magd. Als der Zapfen herausfiel, war sie weg.
Eine Überlieferung, kein historisch belegtes Ereignis.
Einem Bauern in St. Gallenkirch kam nachts ein Doggi durch ein Astloch in die Kammer – jenes drückende Wesen, das im Montafon für schwere Träume verantwortlich gemacht wurde.
Er war schnell genug: Er schlug einen Zapfen in das Loch. Damit war der Weg zurück versperrt, und vor ihm stand eine wunderschöne Frau.
Sie blieb als Magd im Haus und arbeitete jahrelang treu. Bis der Zapfen mit der Zeit locker wurde und aus der Mauer fiel. Da war sie durch das Astloch verschwunden, und niemand sah sie wieder.
Das Muster kennt man aus vielen Alpentälern: Ein übernatürliches Wesen wird durch eine Kleinigkeit gebunden und bleibt, solange die Kleinigkeit hält. Erzählt wird dabei nie, was die Frau selbst davon hielt.
Schauplatz: St. Gallenkirch. Eine genauere Lage ist nicht belegt.
Quellen
- Hauptquelle Franz Josef Vonbun: Die Sagen Vorarlbergs
- sagen.at – Sagen aus Montavon (Titelverzeichnis)
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