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Die Windsbraut auf der Schröcker Alm

Ein junger Mann wirft sein Messer nach einer dunklen Gestalt im Sturm. Monate später findet er es weit entfernt wieder.

Überlieferte Sage 1 Min. Lesezeit Schröcken

Diese Geschichte ist eine überlieferte Sage. Sie ist nicht automatisch als historisches Ereignis belegt.
Eine weibliche Gestalt erscheint in einem Heuwirbel über einer Almwiese.
KI-generierte Sagenillustration Sie zeigt keinen wirklichen Ort und keine Aufnahme · erzeugt für Muntafuner, projektinterne Nutzung · 09/2026

Auf einer Alm bei Schröcken geriet ein junger Mann in einen heftigen Sturm. Der Wind riss Heu und leichte Dinge durch die Luft. Mitten im Toben glaubte er eine dunkle Gestalt zu sehen, die zusammen mit einem Heubündel durch den Wind getragen wurde.

Erschrocken und zugleich wütend zog er sein Messer und warf es nach der Gestalt. Das Messer verschwand im Sturm. Er suchte danach, fand es aber nicht mehr und gab es schließlich verloren.

Im folgenden Frühjahr zog der junge Mann wie viele andere über die Berge, um auswärts Arbeit zu finden. Auf seiner Reise kehrte er in einem fremden Gasthaus ein. Dort fiel sein Blick plötzlich auf ein Messer, das er sofort wiedererkannte: Es war sein eigenes.

Vorsichtig fragte er den Wirt, woher es stamme. Der Mann erzählte ihm, seine Tochter sei vor Monaten auf unerklärliche Weise schwer verletzt nach Hause gekommen. In ihrer Wunde habe dieses Messer gesteckt.

Der junge Mann schwieg über sein Eigentum und verließ das Haus. Für ihn gab es nur eine Erklärung: Die dunkle Gestalt, nach der er im Sturm geworfen hatte, war die Windsbraut gewesen – und der Wind hatte sie weit über die Berge getragen.

Quelle & Überlieferung

Grundlage
Sagen aus Vorarlberg – Die Windsbraut auf der Schröcker Alm
Autor / Sammlung
überlieferte Vorarlberger Sage
Fundstelle
https://projekt-gutenberg.org/authors/anthologien/books/sagen-aus-vora … (öffnet in neuem Tab)

Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.

Für Muntafuner neu erzählt.

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