Orte Vorarlberger Sagen Lochau
Guten Abend
Ein Bauer grüßt nachts einen vornehmen Fremden. Als der nicht antwortet, dreht sich der Bauer um – und entdeckt warum.
Überlieferte Sage
Ein Bauer aus Lochau war eines Abends auf dem Heimweg. Sein Weg führte ihn durch eine dunkle Gegend beim Schanzengraben und am Rhombergstein vorbei.
Da kam ihm ein auffallend vornehm gekleideter Mann entgegen. Der Fremde trug einen langen Mantel und einen hohen Hut. Wie es sich gehörte, grüßte der Bauer freundlich. Doch der Mann antwortete nicht.
Der Bauer war darüber verärgert. Er blieb stehen, rief dem Fremden noch einmal nach und drehte sich um. In diesem Augenblick sah er etwas, das er sein Leben lang nicht vergessen sollte: Unter dem Hut war kein Kopf. Der Hut schien auf dem leeren Kragen zu sitzen.
Der Bauer bekam es mit der Angst zu tun und machte sich so schnell wie möglich auf den Heimweg. Später erzählte er, er würde nachts nicht noch einmal freiwillig diesen Weg nehmen – nicht einmal für viel Geld.
So blieb die Begegnung mit dem kopflosen Herrn als kurze, aber unheimliche Lochauer Sage erhalten.
Quelle & Überlieferung
- Grundlage
- Sagen aus Lochau – Guten Abend
- Autor / Sammlung
- nach Richard Beitl, Im Sagenwald (1953)
- Jahr
- 1953
- Fundstelle
- https://leiblachtal.online/sagen-aus-lochau/ (öffnet in neuem Tab)
Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.
Für Muntafuner neu erzählt.
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