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Die Wetterglocke von Hohenweiler

Eine Glocke soll Unwetter fernhalten. Als sie gestohlen werden soll, helfen ein paar Tropfen Weihwasser.

Überlieferte Sage 1 Min. Lesezeit Hohenweiler

Diese Geschichte ist eine überlieferte Sage. Sie ist nicht automatisch als historisches Ereignis belegt.
Eine geraubte Glocke schwebt über sumpfigem Boden, während Weihwasser sie erreicht.
KI-generierte Sagenillustration Sie zeigt keinen wirklichen Ort und keine Aufnahme · erzeugt für Muntafuner, projektinterne Nutzung · 09/2026

In Hohenweiler hing der Sage nach eine besondere Glocke. Wenn ein schweres Gewitter aufzog, wurde sie geläutet, und die Menschen glaubten, ihr Klang könne Blitz, Hagel und Unwetter vom Dorf fernhalten. Man erzählte sogar, beim Guss der Glocke sei ein Haar der Muttergottes verwendet worden.

Auch jenseits der Grenze hörte man von ihrer Kraft. Die Glocke sollte gekauft werden, doch die Hohenweiler wollten sie um keinen Preis hergeben. Schließlich versprach eine dunkle Gestalt, sie trotzdem zu beschaffen.

Kurz vor Ostern war das Weihwasser am Friedhof fast aufgebraucht. Genau diesen Augenblick nutzte der geheimnisvolle Dieb. Er gelangte zum Turm, nahm die Glocke und flog mit ihr davon. Einige Frauen bemerkten, was geschah. Mit dem letzten Weihwasser, das sie noch hatten, bekreuzigten sie sich. Tropfen wurden in die Luft geschleudert.

Da verlor der Dieb seine Kraft. Die schwere Glocke stürzte herab und versank tief in einem sumpfigen Gelände nahe der Leiblach. Die Gestalt musste sie zurücklassen.

Erst Jahre später soll man die Glocke wieder gefunden und mit vereinten Kräften ausgegraben haben. Danach kam sie zurück nach Hohenweiler – und konnte, so erzählt die Sage, wieder über das Dorf und sein Wetter wachen.

Quelle & Überlieferung

Grundlage
Die Wetterglocke – Hohenweiler/Leiblachtal
Autor / Sammlung
VOBS/Bildungsmedien; nach Lins und Kirchmayr
Fundstelle
https://bildungsmedien.vobs.at/bildungsmedien/vorarlberg-arbeitsmateri … (öffnet in neuem Tab)

Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.

Nicht den modernen VOBS-Text übernehmen; diese Fassung ist neu erzählt.

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