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Fräulein Ida von der Schattenburg

Ida wartet vergeblich auf zwei Männer, denen sie vertraut. Eine dunkle Tat soll ihre Seele bis heute an die Ill binden.

Überlieferte Sage 1 Min. Lesezeit Feldkirch

Diese Geschichte ist eine überlieferte Sage. Sie ist nicht automatisch als historisches Ereignis belegt.
Eine durchscheinende junge Frau wäscht ihre Hände im Fluss unterhalb einer Burg.
KI-generierte Sagenillustration Sie zeigt keinen wirklichen Ort und keine Aufnahme · erzeugt für Muntafuner, projektinterne Nutzung · 09/2026

Auf der Schattenburg über Feldkirch soll einst ein Burgfräulein namens Ida gelebt haben. Sie galt als schön, doch sie trug großen Kummer in sich. Ein Mann, den sie liebte, hatte versprochen zurückzukehren – und kam nie wieder.

Lange zog Ida sich zurück. Eines Abends hörte sie Musik im Burghof. Ein fahrender Sänger war angekommen. Er brachte wieder Freude in ihr Leben, blieb einige Zeit auf der Burg und gewann ihr Herz. Doch auch er zog weiter und kehrte nicht zurück.

Monate später brachte Ida heimlich ein Kind zur Welt. In der alten Sage nimmt die Geschichte nun eine düstere Wendung: Aus Angst vor Schande und Verstoßung tötete sie das Kind. Danach ging sie nachts zur Ill, um die Spuren ihrer Tat von ihren Händen zu waschen.

Nach ihrem Tod, so erzählt man, fand Ida keine Ruhe. Ihre Gestalt soll an bestimmten Nächten von der Schattenburg hinunter zum Fluss wandern. Dort wäscht sie immer wieder ihre Hände – doch die Erinnerung an ihre Tat lässt sich nicht fortwaschen.

Die Sage von Ida gehört zu den dunkleren Feldkircher Überlieferungen und erzählt von Verlassenwerden, Angst, Schuld und einer Seele, die keinen Frieden findet.

Quelle & Überlieferung

Grundlage
Fräulein Ida von der Schattenburg
Autor / Sammlung
VOBS/Bildungsmedien; nach Lins und Kirchmayr
Jahr
2006
Fundstelle
https://bildungsmedien.vobs.at/bildungsmedien/3500089-stadt-feldkirch (öffnet in neuem Tab)

Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.

Dunkle Sage; sachlich und ohne romantisierende Darstellung des Kindstods erzählen.

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