Orte Vorarlberger Sagen Klaus / Götzis
Der Klushund
Ein schwarzer Hund mit glühenden Augen soll durch den Kluserwald ziehen – die ruhelose Gestalt eines Verräters.
Überlieferte Sage
Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges war die Bregenzer Klause gut gesichert. Feindliche Soldaten fanden dort keinen einfachen Weg nach Vorarlberg. Der Sage nach verriet ihnen jedoch ein Mann aus Lochau einen anderen Zugang über den Pfänder.
Nach seinem Tod soll dieser Verräter keine Ruhe gefunden haben. Seine Seele habe die Gestalt eines riesigen schwarzen Hundes angenommen. Der Klushund, wie man ihn nannte, soll an verschiedenen Orten in Vorarlberg gesehen worden sein, besonders aber im Kluserwald zwischen Klaus und Götzis.
Ein Fleischhauer aus Götzis war eines Nachts auf dem Heimweg. Im dunklen Wald konnte er plötzlich keinen Schritt mehr machen. Seine Beine fühlten sich wie gelähmt an. Er sah kaum etwas, spürte aber, dass etwas Unheimliches in seiner Nähe war.
In seiner Angst begann er zu beten. Ebenso plötzlich, wie die Lähmung gekommen war, verschwand sie wieder. Der Mann eilte nach Hause und erzählte am nächsten Tag von seinem Erlebnis.
Die Zuhörer waren überzeugt: Im Kluserwald war ihm der Klushund begegnet. Von da an, so heißt es, vermied der Fleischhauer diesen Weg bei Nacht.
Quelle & Überlieferung
- Grundlage
- Der Klushund – Oberes Rheintal/Vorderland
- Autor / Sammlung
- VOBS/Bildungsmedien; nach Ess, Schurig, Speradio
- Jahr
- 1981
- Fundstelle
- https://bildungsmedien.vobs.at/fileadmin/user_upload/smc/Bildreihen/Sa … (öffnet in neuem Tab)
Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.
Für Muntafuner vollständig neu erzählt.
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