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Die weiße Frau von Rosenegg

Ein Junge könnte eine verzauberte Frau erlösen und einen Schatz gewinnen. Doch vor der dritten Rute verlässt ihn der Mut.

Überlieferte Sage 1 Min. Lesezeit Bürs

Diese Geschichte ist eine überlieferte Sage. Sie ist nicht automatisch als historisches Ereignis belegt.
Eine hell leuchtende Frau im weissen Kleid reicht einem knienden Jungen mit Reisigbuendel die Hand; vor der Burgruine liegen drei goldene Halme
KI-generierte Sagenillustration Sie zeigt keinen wirklichen Ort und keine Aufnahme · erzeugt für Muntafuner, projektinterne Nutzung · 09/2026

Bei der Burg Rosenegg bei Bürs soll sich immer wieder eine weiße Frau gezeigt haben. Sie wartete auf Erlösung und versprach dem Menschen, der sie befreien konnte, einen verborgenen Schatz.

Eines Abends begegnete sie einem Jungen, der in der Nähe Holz gesammelt hatte. Sie bat ihn, nach dem Essen zurückzukommen und drei geweihte Palmzweige mitzubringen. Der Junge hielt sein Wort. Die weiße Frau führte ihn in ein dunkles Gewölbe der Burg. Dort stand eine eiserne Truhe, auf der ein großer schwarzer Hund saß.

Der Junge sollte den Hund dreimal schlagen – mit jedem geweihten Zweig einmal. Nach dem dritten Schlag, erklärte die Frau, würde das Tier verschwinden. Dann könne er die Truhe öffnen, den Schatz nehmen und sie wäre endlich erlöst.

Den ersten Schlag brachte der Junge noch zustande. Der Hund knurrte und wurde größer. Nach dem zweiten Schlag schien das Tier bis zur Decke zu wachsen, seine Augen glühten und die Zähne blitzten. Da verlor der Junge den Mut. Mit dem dritten Zweig in der Hand floh er aus dem Keller und lief nach Hause.

Hinter ihm soll die weiße Frau geklagt haben. Weil die Erlösung misslungen war, müsse sie nun weitere hundert Jahre auf einen neuen Retter warten.

Quelle & Überlieferung

Grundlage
Sagen aus Vorarlberg – Die weiße Frau von Rosenegg
Autor / Sammlung
überlieferte Vorarlberger Sage
Fundstelle
https://projekt-gutenberg.org/authors/anthologien/books/sagen-aus-vora … (öffnet in neuem Tab)

Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.

Für Muntafuner neu erzählt.

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