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Der Riese von Parx
Beim Bau des Martinskirchleins fehlt die Kraft, um die Glocke den Hang hinaufzubringen. Dann kommt der Riese aus Parx.
Überlieferte Sage
Hoch über Ludesch steht das Martinskirchlein. Der Sage nach war sein Bau für die Menschen im Tal eine gewaltige Arbeit. Einer aber konnte Lasten bewegen, die für gewöhnliche Menschen viel zu schwer waren: ein Riese aus Parx.
Er half beim Bau des Kirchleins, und mit seiner Kraft gingen Arbeiten voran, an denen andere beinahe verzweifelten. Als das Gebäude fertig war, blieb noch ein großes Problem. Die schwere Glocke musste den steilen Hang hinauf zur Kirche gebracht werden.
Die Männer wussten keinen Rat. Da trat der Riese vor, hob die Glocke auf seinen Rücken und trug sie durch die steilen Hänge hinauf, als wäre sie keine besondere Last.
Für seine Hilfe verlangte er keinen Schatz. Er wollte Wein. Und davon, so erzählt man, konnte er eine für Menschen unglaubliche Menge trinken: Einen ganzen Kübel roten Walgauer soll er in einem Zug geleert haben.
Später, heißt es, habe ein Bild des Riesen mit der Glocke an der Kirche an seine Tat erinnert. So blieb der Riese von Parx in Ludesch nicht als Zerstörer, sondern als mächtiger Helfer in Erinnerung.
Quelle & Überlieferung
- Grundlage
- Sagen aus Ludesch – Der Riese von Parx
- Autor / Sammlung
- Gemeinde Ludesch / örtliche Überlieferung
- Fundstelle
- https://www.ludesch.at/Sagen_aus_Ludesch (öffnet in neuem Tab)
Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.
Für Muntafuner neu erzählt.
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