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Der Wassermann vom Tanzbrunnenbächle
Beim Tanzbrunnen erscheint ein fremder Mann. Er führt das schönste Mädchen nicht zum Tanz, sondern dem Wasser entlang.
Überlieferte Sage
In Ludesch, so erzählt die Sage, trafen sich die jungen Mädchen an Sonntagen beim Tanzbrunnen. Dort kämmten und flochten sie ihre Haare, während die Burschen in der Nähe warteten. Sobald alle fertig waren, ging es gemeinsam zum Tanz.
Eines Tages kam ein fremder Mann zum Brunnen. Niemand kannte ihn. Als der Tanz beginnen sollte, ging er auf das schönste der Mädchen zu, nahm es bei der Hand und führte es fort.
Doch die beiden gingen nicht zur Tanzlaube. Der Fremde folgte mit dem Mädchen dem Tanzbrunnenbächle. Weiter und weiter gingen sie am Wasser entlang, bis sie zu jener Stelle im Brühl kamen, an der der Bach im Boden verschwand.
Dort verschwanden auch der fremde Mann und das Mädchen. Niemand im Dorf sah die junge Frau jemals wieder.
Die Menschen suchten nach einer Erklärung. Schließlich hieß es, der Unbekannte sei kein gewöhnlicher Mensch gewesen. Er sei der Wassermann des Tanzbrunnenbächles, der in der feuchten Tiefe unter der Erde lebte – und er habe das Mädchen mit in sein Reich genommen.
Quelle & Überlieferung
- Grundlage
- Sagen aus Ludesch – Der Wassermann vom Tanzbrunnenbächle
- Autor / Sammlung
- Gemeinde Ludesch / örtliche Überlieferung
- Fundstelle
- https://www.ludesch.at/Sagen_aus_Ludesch (öffnet in neuem Tab)
Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.
Für Muntafuner neu erzählt.
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