Orte Vorarlberger Sagen Bregenz / Lochau
Der Lohn des Verräters von Bregenz
Ein Mann zeigt feindlichen Soldaten einen geheimen Weg. Den versprochenen Lohn bekommt er anders, als er erwartet.
Überlieferte Sage
Während des Dreißigjährigen Krieges wollten schwedische Truppen Bregenz erreichen. Die gut gesicherte Klause erschwerte ihnen den Zugang. Der Sage nach fand sich jedoch ein Mann aus der Gegend von Lochau, der den Soldaten einen verborgenen Weg über den Pfänder zeigte.
Für seine Hilfe erwartete er eine große Belohnung. Statt Gold in die Hand zu bekommen, soll man ihm von einem kostbaren Schatz erzählt haben: irgendwo beim Schlossberg, in sumpfigem Gelände, liege ein goldenes Kegelspiel verborgen. Wenn er es finde, gehöre es ihm.
Der Mann suchte immer wieder nach dem Schatz. Er grub an vielen Stellen, durchwühlte Erde und Schlamm, doch das goldene Kegelspiel blieb verschwunden. Sein vermeintlicher Lohn wurde für ihn zur Qual.
Nach seinem Tod, so erzählt die Sage, war die Suche noch immer nicht zu Ende. In manchen Nächten soll man beim Schlossberg einen ruhelosen Geist gesehen oder gehört haben, der weiter nach dem Gold gräbt. Der Verrat hatte ihm keinen Reichtum gebracht, sondern eine Aufgabe, die niemals endete.
Quelle & Überlieferung
- Grundlage
- Sagen aus Vorarlberg – Der Lohn des Verräters von Bregenz
- Autor / Sammlung
- überlieferte Vorarlberger Sage
- Fundstelle
- https://projekt-gutenberg.org/authors/anthologien/books/sagen-aus-vora … (öffnet in neuem Tab)
Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.
Für Muntafuner neu erzählt; als Überlieferung kennzeichnen.
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