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Der Riese Wirm und die Kanisfluh
Der mächtige Riese Wirm soll den markantesten Berg des Bregenzerwaldes geschaffen haben.
Überlieferte Sage
Die Kanisfluh ragt mit ihren steilen Felswänden weithin sichtbar über dem Bregenzerwald auf. Eine alte Sage erklärt ihre Entstehung nicht mit Geologie, sondern mit der Arbeit eines Riesen.
Dieser Riese hieß Wirm. Er soll ungeheure Kräfte besessen haben und damit begonnen haben, Fels auf Fels zu setzen. Stein um Stein wuchs der Berg höher. Wo Menschen nur kleine Lasten tragen konnten, bewegte Wirm gewaltige Blöcke.
Doch selbst einem Riesen kann eine Aufgabe zu groß erscheinen. In manchen Fassungen der Überlieferung wird erzählt, Wirm habe irgendwann daran gezweifelt, sein Werk jemals vollenden zu können. Die Verzweiflung darüber wurde so groß, dass sein Ende mit dem Berg verbunden blieb.
Am Wirmboden unterhalb der Kanisfluh erinnert der Name bis heute an die Gestalt der Sage. Auch von einer Wirmsäule wird erzählt, die als Zeichen oder Grabmal des Riesen gedeutet wurde.
So bekam die gewaltige Berggestalt in den Geschichten der Menschen einen Erbauer: Wenn sie zur Kanisfluh hinaufsahen, sahen sie nicht nur Fels, sondern das Werk des Riesen Wirm.
Quelle & Überlieferung
- Grundlage
- Mellau | Riese Wirm Wald / Bergkapelle Wirmboden
- Autor / Sammlung
- Vorarlberg Tourismus
- Fundstelle
- https://www.vorarlberg.travel/route/mellau-riese-wirm-wald/ (öffnet in neuem Tab)
Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.
Mehrere Varianten der Wirm-Sage existieren; diese Nacherzählung verbindet nur den gemeinsamen Kern.
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