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Der Jolerbühel bei Bezau
Ein reicher Bauer weist einen armen Mann ab. Kurz darauf verändert ein Unwetter seinen Hof – und die Landschaft.
Überlieferte Sage
Am oberen Rand von Bezau liegt der Jolerbühel. Die Sage erzählt, dass dort einst ein wohlhabender Bauer lebte. Seine Felder waren fruchtbar und sein Hof brachte ihm jedes Jahr reichlich Ertrag.
Eines Tages kam ein alter, armer Mann zu seinem Haus und bat um eine kleine Gabe. Der Bauer wollte nichts geben. Er jagte den Fremden fort und drohte sogar damit, die Hunde auf ihn zu hetzen. Der Alte ging, drehte sich aber noch einmal um und kündigte an, er werde dem Bauern etwas bringen.
Bald danach verdunkelte sich der Himmel. Regen und Wasser kamen vom Berg herab, Schlamm, Steine und Geröll schoben sich über die Wiesen. In der Sage erscheint sogar ein Drache, der die Geröllmassen mit seinem mächtigen Schwanz weiter gegen den Hof treibt.
Als das Unwetter vorüber war, war von dem stolzen Anwesen kaum mehr etwas zu sehen. Dort, wo vorher ebene Felder gelegen hatten, erhob sich nun ein Hügel. Die Leute nannten ihn den Jolerbühel und erzählten die Geschichte weiter – als Warnung davor, einen Menschen in Not ohne Erbarmen fortzuschicken.
Quelle & Überlieferung
- Grundlage
- Sagen aus Vorarlberg – Der Jolerbühel bei Bezau
- Autor / Sammlung
- überlieferte Vorarlberger Sage
- Fundstelle
- https://projekt-gutenberg.org/authors/anthologien/books/sagen-aus-vora … (öffnet in neuem Tab)
Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.
Für Muntafuner neu erzählt.
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