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Der Ring an der Kirchentür von Andelsbuch
Zwei Burschen finden einen vergrabenen Goldschatz. Ein einziges gesprochenes Wort macht ihre Hoffnung zunichte.
Überlieferte Sage
Zwischen Bezau und Andelsbuch soll in einer unruhigen Kriegszeit ein Kessel voller Gold vergraben worden sein. Die Besitzer starben, bevor sie den Schatz wieder holen konnten. Nur ein alter Diener kannte die Stelle. Doch er verriet sie niemandem und nahm das Geheimnis mit ins Grab. Der Überlieferung nach fand seine Seele deshalb keine Ruhe und musste den Schatz weiterhin bewachen.
Man erzählte, dass auf der Höhe in manchen Nächten ein kleines Licht über dem Boden flackerte. Zwei junge Männer aus Andelsbuch beschlossen schließlich, der Sache nachzugehen. In einer dunklen Nacht nahmen sie Werkzeug mit und warteten auf das geheimnisvolle Licht. Als es erschien, begannen sie zu graben. Sie wussten, dass sie dabei kein einziges Wort sprechen durften.
Schon bald stießen sie auf einen Kessel. Als sie ihn aus der Erde zogen, sahen sie darin Goldmünzen. Die Freude war so groß, dass einer der beiden seinen Vorsatz vergaß und laut ausrief, dass sie den Schatz gefunden hätten. Im selben Augenblick verschwand der Kessel samt Gold. Nur der eiserne Ring, an dem sie ihn gehalten hatten, blieb zurück. Dieser Ring, so erzählt die Sage, kam später an die Kirchentür von Andelsbuch.
Quelle & Überlieferung
- Grundlage
- Sagen aus Vorarlberg – Der Ring an der Kirchentür von Andelsbuch
- Autor / Sammlung
- überlieferte Vorarlberger Sage
- Fundstelle
- https://projekt-gutenberg.org/authors/anthologien/books/sagen-aus-vora … (öffnet in neuem Tab)
Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.
Für Muntafuner vollständig neu erzählt; nicht wörtlich übernommen.
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