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Die Glocke von St. Martin
Der Klang der Martinsglocke soll bis tief ins Montafon gereicht haben – doch hören konnte ihn nicht jeder.
Überlieferte Sage
Die Glocke des Martinskirchleins in Ludesch soll einen außergewöhnlichen Klang gehabt haben. Wenn sie läutete, trug der Ton weit über den Walgau hinaus. In der Sage heißt es sogar, ihr Geläut sei bis nach Gargellen zu hören gewesen.
Dort lebte ein Senner, der nur selten ins Tal kam und auch an hohen Feiertagen nicht zur Messe gehen wollte. Als man ihn deswegen zur Rede stellte, behauptete er, er müsse den langen Weg gar nicht machen. Er könne die Messe von seiner Alpe aus hören.
Ein Büttel wurde zu ihm geschickt, um der Sache nachzugehen. Der Senner sagte dem Mann, er solle mit einem bestimmten Fuß auf seinen eigenen treten. Der Büttel tat es.
Da hörte er plötzlich, obwohl er weit entfernt war, die Glocke von St. Martin. Nicht nur das: Auch der Gesang der Messe soll bis zu ihm gedrungen sein, als stünde er selbst in der Kirche.
Der Büttel erschrak. Für ihn war klar, dass hier etwas geschah, das sich mit gewöhnlichen Dingen nicht erklären ließ. Er machte sich schnell davon.
So wurde der wundersame Klang der Martinsglocke zu einer Sage, die Ludesch mit dem fernen Montafon verband.
Quelle & Überlieferung
- Grundlage
- Sagen aus Ludesch – Die Glocke von St. Martin
- Autor / Sammlung
- Gemeinde Ludesch / örtliche Überlieferung
- Fundstelle
- https://www.ludesch.at/Sagen_aus_Ludesch (öffnet in neuem Tab)
Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.
Für Muntafuner neu erzählt.
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