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Rosa von Tannenburg
Eine junge Frau kehrt verkleidet auf die Burg ihres gefangenen Vaters zurück. Die Rettung eines Kindes verändert alles.
Überlieferte Sage
Zwischen den Rittern von Alt-Ems und Neu-Ems soll einst erbitterter Streit geherrscht haben. Ritter Ulrich besiegte seinen Verwandten Goswin und hielt ihn auf dessen eigener Burg gefangen.
Goswins Tochter Rühmut lebte zu dieser Zeit fern von Hohenems. Als sie vom Schicksal ihres Vaters erfuhr, kehrte sie heimlich zurück. Niemand sollte erkennen, wer sie war. Sie kleidete sich wie eine einfache Magd, nannte sich Rosa und trat in den Dienst ihres Feindes. So konnte sie in der Nähe ihres gefangenen Vaters bleiben.
Eines Tages fiel Rudolf, der kleine Sohn Ulrichs, in den tiefen Burgbrunnen. Während andere noch erschrocken waren, handelte Rosa. Unter großer Gefahr rettete sie das Kind.
Ulrich war so erleichtert, dass er der vermeintlichen Magd versprach, ihr einen Wunsch zu erfüllen. Nun gab Rosa ihre wahre Identität preis. Sie verlangte weder Geld noch Besitz, sondern nur die Freiheit ihres Vaters.
Der Ritter hielt sein Wort. Goswin wurde freigelassen, bekam nach der Sage seine Burg zurück und der alte Streit endete. In der Erinnerung blieb Rühmut unter dem Namen erhalten, den sie während ihrer mutigen Rückkehr getragen hatte: Rosa von Tannenburg.
Quelle & Überlieferung
- Grundlage
- Rosa von Tannenburg – Hohenems
- Autor / Sammlung
- VOBS/Bildungsmedien
- Fundstelle
- https://bildungsmedien.vobs.at/ (öffnet in neuem Tab)
Diese Fassung wurde für Muntafuner neu erzählt. Moderne Quelltexte wurden nicht wörtlich übernommen. Sagen sind Teil der mündlichen und schriftlichen Überlieferung; verschiedene Fassungen können voneinander abweichen.
Für Muntafuner neu erzählt; die Emser Überlieferung verbindet die Sage mit Neu-Ems/Tannenburg.
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