Orte Tschagguns Sage
Der Schwegelpfeifer
Er bat das Nachtvolk, ihm das Pfeifenspiel beizubringen. Bekommen hat er zuerst einen bösen Daumen.
Eine Überlieferung, kein historisch belegtes Ereignis.
In der Kreuzgasse in Tschagguns, erzählt die Sage, begegnete ein Mann dem Nachtvolk und bat es um etwas Ungewöhnliches: Es solle ihm das Spiel auf der Schwegelpfeife beibringen.
Eines der Wesen nahm ihn beim Wort – auf seine Art. Es drückte ihm den Daumen so fest ins Blasloch der Pfeife, dass er vor Schmerz das Instrument wegwarf.
Damit schien die Sache erledigt. Erst später, als ihm zufällig wieder eine Schwegelpfeife in die Hand kam, zeigte sich, dass er auf einmal spielen konnte, und zwar so gut, wie er es sich gewünscht hatte.
Die Sage lässt offen, ob das ein Geschenk war oder ein Handel, den er nicht ganz verstanden hat. Beides ist im Montafon eine gängige Erzählform: Wer vom Nachtvolk etwas bekommt, bekommt es selten so, wie er es sich gedacht hat.
Schauplatz: Tschagguns. Eine genauere Lage ist nicht belegt.
Quellen
- Hauptquelle Franz Josef Vonbun: Die Sagen Vorarlbergs
- sagen.at – Sagen aus Montavon (Titelverzeichnis)
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