Orte St. Anton im Montafon Sage
Die versunkene Stadt Prazalanz
Auf der Santantöner Alma soll eine Stadt gestanden haben, die der Berg unter sich begrub. So erzählt es die Überlieferung – belegt ist sie nicht.
Eine Überlieferung, kein historisch belegtes Ereignis.
Auf der Santantöner Alma, so erzählt die Sage, stand einst eine Stadt namens Prazalanz. Untergegangen ist sie, weil ihre Bewohner es zu weit trieben.
Die Überlieferung kennt dafür zwei Bilder. In der einen Fassung sitzt der Pfarrer traurig vor seinem Hof, während die Leute wild tanzen. Sein Hündchen wird unruhig und läuft hin und her, bis der Pfarrer aufsteht und geht – kurz darauf begräbt der Berg die Stadt. In der anderen Fassung treiben die Bewohner Mutwillen mit dem besten Weizenbrot; die Geißhirten warnen vergebens vor dem überhängenden Berg.
Die Gemeinde führt Prazalanz ausdrücklich als Sage an. Einen archäologischen oder urkundlichen Nachweis für eine Stadt dieses Namens gibt es nicht.
Die ausführliche Fassung stammt von Franz Josef Vonbun, der als Landschaftsarzt im Montafon lebte und die Sagen des Landes ab Mitte des 19. Jahrhunderts aufzeichnete.
Schauplatz: St. Anton im Montafon. Eine genauere Lage ist nicht belegt.
Quellen
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