Das Agathakirchlein auf dem Kristberg
Verschüttete Knappen versprachen eine Kapelle, wenn sie lebend herauskämen. Sie kamen heraus.
Eine Überlieferung, kein historisch belegtes Ereignis.
Im Berg über dem Silbertal wurde nach Silber gegraben. Eines Tages brach ein Stollen ein und verschüttete die Knappen.
In ihrer Not, so erzählt die Sage, beteten sie und gelobten, eine Kapelle zu bauen, sollten sie je wieder ans Tageslicht kommen. Sie fanden tatsächlich einen Ausweg – und hielten ihr Versprechen. So entstand das Kirchlein der heiligen Agatha am Südhang des Kristbergs.
An der nördlichen Seitenwand der Kirche soll ein grauer Fleck die Stelle bezeichnen, an der das Loch zugemauert wurde, durch das die Knappen entkamen. Übermale man den Fleck, komme er immer wieder zum Vorschein.
Die Sage verbindet zwei Dinge, die im Silbertal zusammengehören: den historischen Bergbau und die Erzählkultur des Tales. Der Kristberg liegt zwischen Klostertal und Montafon.
Schauplatz: Silbertal. Eine genauere Lage ist nicht belegt.
Quellen
- Hauptquelle Franz Josef Vonbun: Die Sagen Vorarlbergs
- Montafon Tourismus – Sagenwanderweg vom Kristberg ins Silbertal
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